Die Satzung unseres Vereins

 

Hinweise:

 

 

 

  • Es werden in dieser Satzung nur die gängigen Abkürzungen verwendet.

  • Es werden in dieser Satzung ausschließlich die maskulinen Formen für Hauptwörter und Personalpronomen. Dies geschieht nicht aus Nachlässigkeit, Rückständigkeit oder mangelnder Achtung gegenüber den Damen des Vereins, sondern lediglich zur besseren Lesbarkeit und aus einem gesunden Verständnis der deutschen Sprache heraus; selbstverständlich sind alle weiblichen Mitglieder in gleicher Weise angesprochen wie ihre männlichen Vereinskameraden.

  • Für die Umschreibung für das Alter von Personen werden die Begrifflichkeiten des Jugendschutzgesetzes verwendet. Also sind Minderjährige Personen, die noch nicht 18 und Volljährige Personen, die mindestens18 Jahre alt sind. Unter den Begriff der Minderjährigen fallen Kinder (Personen, die noch nicht 14 Jahre alt sind) und Jugendliche (Personen, die 14, aber noch nicht 18 Jahre alt sind). Unter Volljährige fallen die Heranwachsenden (Personen, die 18, aber noch keine 21 Jahre alt sind) und Erwachsene (Personen, die 21 Jahre alt und älter sind).

  • Im Anhang lassen sich graphische Übersichten zum besseren Verständnis dieser Satzung und zum Ritter-Knappen-System finden.

 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis:

 

 

 

 

 

 

 

 

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

 

 

 

  1. Der Verein trägt den Namen „Mittelalterfreunde Zollernalb“. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und führt danach den Namenszusatz „eingetragener Verein“ in der Kurzform „e. V.“.

 

 

 

  1. Der Verein hat seinen Sitz in Meßstetten.

 

 

 

  1. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

 

 

 

§ 2 Zweck, Gemeinnützigkeit, Einheitlichkeit

 

 

 

  1. Der Zweck des Vereins ist die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde. Dies bedeutet im Allgemeinen die europäische Kultur, die Geschichte und das Leben der Menschen des Abendlandes und im Besonderen der Schwäbischen Alb in möglichst vielfältiger und authentischer Weise für sich selbst aber auch für die Öffentlichkeit darzustellen, selbst zu ergründen und nachzuleben (experimentelle Archäologie). Die Bemühungen des Vereins erstrecken sich hierbei auf die Zeitspanne vom Untergang des römischen Reiches (ca. 5. Jahrhundert n. Chr.) bis zum Ende des Mittelalters mit der Entdeckung der neuen Welt, des Falles von Granada, der Ausrufung des ewigen Landfriedens, der Erfindung des Buchdruckes und der Reformation (ca. 15. Jahrhundert n. Chr.); es werden also die Epochen des Früh-, Hoch- und Spätmittelalters umfasst.

 

 

 

  1. Hierbei verfolgt der Verein ausschließlich gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigende Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie wirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Dies bedeutet, dass kein Mitglied Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten darf und dass keine Person durch Vereinsausgaben, die den Zwecken des Vereins zuwider laufen oder fremd sind oder durch unverhältnismäßige Vergütungen begünstigt werden darf. Vorführungen, gewandetes Auftreten und Aufenthalte mit informativem Charakter für Dritte auf öffentlichen Veranstaltungen, Volksfesten, Gedenkfeiern, privaten Feiern, in Kindergärten, an Schulen, etc. sind Teil der Vereinstätigkeit und vom Vereinszweck mit eingeschlossen.

 

 

 

  1. Der Verein stellt ein einheitliches Ganzes dar. Es können und sollen sich zwar innerhalb des Vereines einzelne Interessengruppen wie Schaukämpfer, Fechter, Bogenschützen, Tänzer, Musiker und Gaukler, Bauern, Forstleute und Jäger, Bürger, Wikinger, Germanen, Kreuzfahrer, etc. bilden, diese stellen jedoch keine autarken Abteilungen des Vereins dar und sind seiner Satzung und seinen Organen jederzeit unterworfen.

 

 

 

§ 3 Verfassungstreue und Bekanntmachung dieser Satzung

 

 

 

  1. Der Verein bekennt sich ausdrücklich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und zur Verfassung des Landes Baden-Württemberg.

  2. Eine schriftliche Ausführung dieser Satzung soll jedem Mitglied oder jeder Familie bei ihrem Beitritt zum Verein, spätestens jedoch bei der nächsten Ratsversammlung ausgehändigt oder über die Homepage des Vereins zugänglich gemacht werden, um zu gewährleisten, dass alle Mitglieder mit dem Inhalt der Satzung und vor allem mit dem Zwecke des Vereins vertraut sind.

 

 

 

§ 4 Mitgliedschaft

 

 

 

  1. Der Verein besteht aus aktiven Mitgliedern, passiven Mitgliedern und Ehrenmitgliedern.

 

 

 

  1. Aktive Mitglieder sind Mitglieder, die am Lagerleben oder sonstigen Vereinstätigkeiten teilnehmen oder eine Tätigkeit im Verein ausüben. Die Gruppe der aktiven Mitglieder teilt sich in wehrhaftes (bewaffnetes) und gemeines (unbewaffnetes) Volk.

 

 

 

  1. Passive Mitglieder sind Mitglieder die den Bedingungen des Absatzes 2 nicht entsprechen.

 

 

 

  1. Mitglieder können zu Ehrenmitgliedern ernannt werden, wenn sie sich um den Verein in außergewöhnlicher Weise verdient gemacht haben. Ehrenmitglieder sind vom Beitrag gem. § 7 befreit und gehören zum Kreise der Hauptleute. Nichtmitglieder können unter den gleichen Bedingungen zu Ehrenrittern ernannt werden; sie sind ebenfalls vom Beitrage gem. § 7 befreit, sind aber keine Mitglieder des Kuratoriums und keine Ritter im Sinne des § 4a. Das Weitere regelt § 5 (4).

 

 

 

§ 4a Wehrhaftes und gemeines Volk

 

 

 

  1. Zum Wehrhaften Volk zählen all diejenigen aktiven Mitglieder, welche einen Krieger, eine Söldner oder Ritter darstellen, deren Stellung in der mittelalterlichen Gesellschaft zu ergründen suchen und deren Leben nachzuvollziehen versuchen und aus eben diesen Gründen zumindest zeitweise Hieb- und Stichwaffen wie Schwerter, Dolche, Äxte, Speere aber auch Pfeil und Bogen oder Armbrust sowie Schusswaffen wie etwa Arkebusen und dergleichen tragen und damit Umgang haben. Umgang ist das Führen, der Schaukampf, der Übungskampf, das Werfen und Schießen. Das wehrhafte Volk bekennt sich zu den Tugenden Gerechtigkeit, Klugheit, Mäßigung und Tapferkeit, welche allein adeln und welche die Grundlagen für Ehre und Weisheit bilden.

 

 

 

  1. Beim Umgang mit diesen Waffen ist Verständigkeit und Vernunft unabdingbar und absolut obligatorisch; dies bedeutet, dass auf die Sicherheit der Beteiligten und Unbeteiligten sowie auf ein Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein aller größte Bedacht genommen wird. Das Weitere regelt der § 10a (7) sowie der Waffenmeister und die Ritter in eigener Zuständigkeit (Aufstellen von Regeln zum Umgang mit Waffen). Sie können diese Regeln auch ohne Zustimmung oder Benachrichtigung des Lehnsherren, des Kuratoriums oder der Ratsversammlung ändern. Die Regeln zum Umgange mit Waffen müssen ihrem Inhalte nach mit dieser Satzung übereinstimmen, ins Besondere dürfen sie den §§ 4a (1) bis (3) und 10a (7) nicht zuwider laufen.

 

 

 

 

 

  1. Das gemeine Volk besteht aus Damen, Bürgern, Bauern, Musikern und Gauklern, Tänzern und Handwerkern, etc. Es steht dem wehrhaften Volke in nichts nach und macht den übrigen Teil der aktiven Mitglieder aus. Besondere Regelungen brauchen hier aus evidenten Gründen nicht getroffen werden; im Übrigen gilt Absatz 2 entsprechend, soweit das gemeine Volk gefährliche Tätigkeiten ausübt.

 

 

 

§ 5 Erwerb der Mitgliedschaft

 

 

 

  1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden, die einen schriftlichen, aber ansonsten formlosen Aufnahmeantrag an den Lehnsherren oder an eine Person aus dem Kreise der Hauptleute richtet. Aufnahmeanträge von Minderjährigen bedürfen der schriftlichen Zustimmung eines gesetzlichen Vertreters.

 

 

 

  1. Über die Aufnahmeanträge zur aktiven Mitgliedschaft entscheidet der Lehnsherr, sein 1. Hauptmann und seine Hauptleute. Die Entscheidung muss einstimmig erfolgen und ist nicht anfechtbar. Kinder sollen nur aufgenommen werden, wenn ein gesetzlicher Vertreter ebenfalls aktives Mitglied des Vereins ist oder wird oder sich ein erwachsenes aktives Mitglied im Verein als Bezugsperson finden lässt. Wird die Aufnahme nicht innerhalb von zwei Monaten ab Eingang des Aufnahmeantrages schriftlich abgelehnt, gilt der Bewerber mit dem Tag des Eingangs des Aufnahmeantrages als in den Verein aufgenommen. Die Ablehnung der Aufnahme ist dem Bewerber ohne Angabe von Gründen in schriftlicher Form mitzuteilen.

 

 

 

  1. Die passive Mitgliedschaft können auch juristische Personen des privaten und des öffentlichen Rechtes erwerben. Die Bestimmungen der Absätze 1 und 2 gelten entsprechend.

 

 

 

  1. Die Ehrenmitgliedschaft wird vom Lehnsherren mit der Zustimmung seiner Hauptleute (einstimmig) und der Ratsversammlung (einfache Mehrheit) verliehen. Sie kann nur an erwachsene Personen verliehen werden und soll die Ausnahme sein. Die Ehrenritterschaft wird vom Lehnsherr mit der Zustimmung seiner Hauptleute (einstimmig) verliehen.

 

 

 

§ 6 Beendigung der Mitgliedschaft und Sanktionen

 

 

 

  1. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod des Mitgliedes oder Auflösung einer juristischen Person.

 

 

 

  1. Der Austritt hat durch schriftliche Erklärung des Mitgliedes gegenüber dem Lehnsherren oder einem Kuratoriumsmitgliedes zu erfolgen. Für Minderjährige gilt § 5 (1) S. 2 entsprechend. Der Austritt ist jederzeit möglich und mit Eingang der Schriftlichen Erklärung beim Empfänger wirksam.

 

 

 

  1. Ein Mitglied kann durch einstimmigen Beschluss des Lehnsherren und seiner Hauptleute mit sofortiger Wirkung vom Verein ausgeschlossen werden. Dies soll ins Besondere dann geschehen, wenn ein Mitglied wiederholt oder in besonders schwerem Maße den Zwecken des Vereines zuwidergehandelt, gegen dessen Interessen verstoßen oder sein Ansehen geschädigt hat oder gegen sonstige Bestimmungen dieser Satzung verstoßen hat. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied unter Fristsetzung von mindestens sieben Tagen und in schriftlicher Form Gelegenheit zur Rechtfertigung zu geben. Der Beschluss ist zu begründen und dem Mitglied schriftlich bekannt zu manchen. Als mildere Mittel der Sanktion von Fehlverhalten der Mitglieder kommen im Einzelnen in Betracht der Verweis, die Aberkennung von Rechten, Tätigkeiten und Ämtern innerhalb des Vereins sowie die Drohung mit den genannten Sanktionen durch das Kuratorium. Bei Minderjährigen gilt §5 (1) S. 2 entsprechend.

 

 

 

§ 7 Mitgliedsbeiträge

 

 

 

  1. Die Mitglieder sind grundsätzlich alle dazu verpflichtet einen einmaligen Aufnahmebeitrag und einen Jahresbeitrag zu Beginn jeden Geschäftsjahres an den Verein zu entrichten. Für Familien besteht ein Familienaufnahmebeitrag und ein Familienjahresbeitrag (mindestens ein Erwachsener, mindestens ein Minderjähriger).

 

 

 

  1. Beginnt oder endet die Mitgliedschaft im laufenden Geschäftsjahr, besteht die Beitragspflicht grundsätzlich für das ganze Geschäftsjahr.

 

 

 

  1. Alle Einzelheiten der Beitragspflicht über Zahlungsweise, Höhe, etc. regelt die Ratsversammlung (einfache Mehrheit).

 

 

 

§ 8 Wahlen und Organe des Vereins

 

 

 

  1. Grundlage für die Bildung der Organe des Vereins und jeglichen Entscheidungsprozess innerhalb des Vereins bilden Wahlen. Ein jeder soll sich persönlich zu seiner Stimme und für eine Meinung bekennen. Deshalb finden die Wahlen per Handzeichen statt; Bevollmächtigungen und briefliche Stimmabgabe sind unzulässig. Vorschläge, Entschlüsse, etc. werden mit „ja/dafür“, „nein/dagegen“ zur Abstimmung gebracht; Enthaltungen gibt es nicht. Einstimmig ist eine Wahl wenn alle Stimmen mit „ja/dafür“ oder mit „nein/dagegen“ abgegeben wurden. Die (absolute) Mehrheit ist eine Stimme mehr als die hälfte aller abgegebenen Stimmen. Bei Wahlen mit mehreren Kandidaten oder Entschlussalternativen entscheidet die relative Mehrheit der Stimmen. Wahlgänge die unentschieden bleiben, werden nach einer angemessenen Beratungspause wiederholt; bleibt die Wahl weiterhin unentschieden, so entscheidet das Los.

 

 

 

  1. Die Organe des Vereins sind der Lehnsherr und sein 1. Hauptmann (Vorstand), das Kuratorium der Hauptleute (Ausschuss) und die Ratsversammlung (Mitgliederversammlung).

 

 

 

§ 9 Lehnsherr und 1. Hauptmann

 

 

 

  1. Vorstand des Vereines im Sinne des §26 BGB sind der Lehnsherr und sein 1. Hauptmann. Jeder von ihnen ist einzeln zur Vertretung des Vereines und zur Wahrnehmung der weiteren Funktionen des Vorstandes (Leitung, Führung und Organisation) berechtigt.

 

 

 

  1. Im Innenverhältnis ist der 1. Hauptmann verpflichtet, von seinen Rechten nur im Falle der Verhinderung oder auf Anweisung des Lehnsherren Gebrauch zu machen.

 

 

 

  1. Neben der gesetzlichen Vertretung des Vereins und der sonst in dieser Satzung festgelegten Aufgaben obliegt dem Lehnsherren und seinem 1. Hauptmann die Geschäftsführung. Die Geschäftsführung kann durch das Kuratorium ganz oder teilweise auf einzelne Hauptleute übertragen werden.

 

 

 

  1. Hinsichtlich wichtiger Vereinsangelegenheiten sowie Rechtsgeschäften und Handlungen, die finanzielle Auswirkungen von mehr als 250,00 EURO nach sich ziehen, ist der Lehnsherr und sein 1. Hauptmann verpflichtet, erst nach erfolgter Zustimmung der Hauptleute (einstimmig) tätig zu werden.

 

 

 

§ 10 Kuratorium

 

 

 

  1. Die Mitglieder des Kuratoriums, einschließlich des Lehnsherren und des 1. Hauptmannes, sind die Hauptleute des Vereines.

 

 

 

  1. Das Kuratorium besteht aus dem Lehnsherren als oberstem Mitglied dieses Gremiums, dem 1. Hauptmann, dem Sprecher der Ratsversammlung, dem Schreiber, dem Vogte, dem Waffenmeister, dem Hüter der Satzung sowie den Ehrenmitgliedern und zwei erfahrenen und ehrenwerten Mitgliedern der Ratsversammlung als Beisitzern. Jeweils ein Beisitzer ist aus dem wehrhaften und einer aus dem gemeinen Volke zu wählen.

 

 

 

  1. Neben den sonst in dieser Satzung festgelegten Aufgaben haben die Hauptleute des Kuratoriums als Gremium die Aufgabe, den Lehnsherren in allen Vereinsangelegenheiten zu beraten und zu unterstützen. Die Festsetzung und Abgrenzungen der Aufgabenbereiche der Hauptleute regelt § 10a; ansonsten steht dies dem Kuratorium selbst und frei zu.

 

 

 

  1. Das Kuratorium wird vom Lehnsherren ohne Einhaltung einer Frist und formloser Benachrichtigung aller Hauptleute einberufen. Soweit die Benachrichtigung einzelner Hauptleute mit unverhältnismäßig großem Aufwand verbunden wäre kann sie im Einzelfall unterbleiben; die betroffenen Hauptleute sind so schnell wie möglich von der Einberufung und ihrem Ergebnis zu benachrichtigen. Das Kuratorium muss einberufen werden, wenn dies mindestens fünf Hauptleute schriftlich beim Lehnsherren beantragen. Wird diesem Antrag nicht entsprochen, so sind die verlangenden Hauptleute zur Einberufung des Kuratoriums bemächtigt.

 

 

 

  1. Anträge an das Kuratorium durch Vereinsmitglieder werden an die Hauptleute oder den Lehnsherrn schriftlich gestellt, so dass sie abstimmungsfähig sind (siehe hierzu § 8 (1)). Die Hauptleute und der Lehnsherr sind verpflichtet die Anträge dem Kuratorium zu unterbreiten. Der Lehnsherr kann Vereinsmitglieder bei der Kuratoriumssitzung zulassen, soweit er dies als erforderlich erachtet, damit diese ihre Anträge zusätzlich selbst vortragen oder sonst vom Kuratorium befragt oder angehört werden können.

 

 

 

  1. Die Leitung der Kuratoriumssitzung obliegt dem Lehnsherren. Ist dieser und der 1. Hauptmann verhindert, so bestimmen die anwesenden Hauptleute aus ihrem Kreise einen Leiter (relative Mehrheit). Das Kuratorium ist beschlussfähig, wenn mindestens fünf Hauptleute anwesend sind. Es fasst alle seine Beschlüsse mit relativer Mehrheit; die allgemeinen Regelungen über Wahlen gem. § 8 (1) sowie spezielle Regelungen dieser Satzung über einstimmige Beschlüsse des Kuratoriums bleiben unberührt.

 

 

 

  1. Über die Versammlung des Kuratoriums sind Protokolle zu fertigen, welche vom Leiter und dem Protokollführer zu unterzeichnen sind. Der Protokollführer soll nach Möglichkeit der Schreiber sein, ansonsten übernimmt ein teilnehmendes Kuratoriumsmitglied diese Aufgabe.

 

 

 

§ 10a Lehnsherr und Hauptleute

 

 

 

  1. Dem Lehnsherren und seinen Hauptleuten obliegt eine große Verantwortung und ihnen sind viele Pflichten zum Wohle des Vereines auferlegt; Weisheit und Ehre sollen ihnen zu jeder Zeit die Richtung weisen. Deshalb sollen sich nur persönlich und fachlich besonders befähigte Personen zur Wahl stellen. Nur aktive und erwachsene Mitglieder und Ehrenmitglieder können Lehnsherr werden oder in den Kreis seiner Hauptleute aufgenommen werden.

 

 

 

  1. Die Aufgaben des Lehnsherren sind unter § 9 geregelt. Ihm kommt die meiste Ehre im Verein und somit aber auch die größte Pflicht um den Verein zu.

 

 

 

  1. Die Aufgaben des 1. Hauptmannes sind ebenfalls unter § 9 geregelt. Ihm ist eine besondere Beratungs- und Unterstützungspflicht gegenüber dem Lehnsherren auferlegt.

 

 

 

  1. Dem Sprecher der Ratsversammlung obliegt die Leitung der selbigen, welche das Verlesen der Tagesordnung zu Beginn der Ratsversammlung und alle anderen organisatorischen Angelegenheiten der Ratsversammlung beinhaltet. Ist der Schreiber nicht anwesend bestimmt der Sprecher der Ratsversammlung ein fähiges und erwachsenes Mitglied der Ratsversammlung um des Schreibers Aufgaben wahrzunehmen. Außerdem ist der Sprecher der Ratsversammlung Vertreter der gesamten Ratsversammlung und vor allem des gemeinen Volkes und dessen Interessen. Das Weitere Regelt § 12.

 

 

 

  1. Dem Schreiber obliegt die Aufgabe der Öffentlichkeits- und Pressearbeit sowie das Führen des Protokolls bei Kuratoriumssitzungen und Ratsversammlungen.

 

 

 

  1. Der Vogt regelt und organisiert die finanziellen Belange des Vereins. Ihm ist die Führung der Vereinskasse anvertraut.

 

 

 

  1. Der Waffenmeister ist Vertreter und Sprecher des wehrhaften Volkes. Er hat auf Grund seiner Erfahrung im Umgange mit Waffen und im Kampfe und seiner Verständigkeit in dieser Materie besonders auf Sicherheit und Vernunft in eben diesen Dingen Bedacht zu nehmen und die Krieger, Söldner und Ritter zu beraten. Außerdem kommt ihm eine besondere Verantwortlichkeit in Sachen Training und Ausbildung zu.

 

 

 

  1. Der Hüter der Satzung hat darauf zu achten, dass die Sitzungen des Kuratoriums und der Ratsversammlung sowie deren Beschlüsse und das Vereinsleben im Allgemeinen dieser Satzung und ihrem Wesensgehalt nicht zuwiderlaufen; dies befreit die übrigen Mitglieder nicht von eben dieser Pflicht. Außerdem ist es an ihm, die Mitglieder des Vereins in diesen Angelegenheiten zu beraten und ganz besonders für die Einhaltung des § 3 (2) zu sorgen.

 

 

 

  1. Die Ehrenmitglieder sollen das Kuratorium durch ihre Erfahrung zusätzlich beraten und dafür Sorge tragen, dass die Werte und das Wesen des Vereins geachtet, bewahrt aber auch weiterentwickelt werden. Sie haben ausschließlich ein Beratungs- und kein Stimmrecht; für den Fall, dass ein Ehrenmitglied in ein Kuratoriumsamt gewählt wird, hat es natürlich alle Rechte und Pflichten, die mit diesem Amt verbunden sind.

 

 

 

  1. Beisitzer vertreten die Ratsversammlung. Jeweils ein Mitglied des wehrhaften und eines des gemeinen Volkes sollen Beisitzer sein. Sie sollen ganz besonders jeweils das wehrhafte und das gemeine Volk im Kuratorium der Hauptleute vertreten.

 

§ 11 Wahl und Amtsdauer der Organe

 

 

 

  1. Der Lehnsherr, der 1. Hauptmann und damit auch die übrigen Kuratoriumsmitglieder werden von der Ratsversammlung für die Dauer von zwei Jahren, gerechnet ab dem Tage der Annahme der Wahl, gewählt (relative Mehrheit). Sie bleiben aber gegebenenfalls bis zur Neuwahl im Amt.

 

 

 

  1. Wählbar sind nur erwachsene Vereinsmitglieder. Jedes Kuratoriumsmitglied ist einzeln zu wählen. Jedes Kuratoriumsamt soll nur von einer Person bekleidet werden.

 

 

 

  1. Scheidet der Lehnsherr oder der 1. Hauptmann vorzeitig aus, so entscheidet das Kuratorium über das Erfordernis einer entsprechenden Ersatzwahl. Die Ersatzwahl hat die Ratsversammlung durchzuführen. Bei vorzeitigem Ausscheiden eines anderen Kuratoriumsmitgliedes wählt das Kuratorium einen Ersatz (relative Mehrheit). Die Amtsdauer des ersatzweise gewählten Lehnsherren, 1. Hauptmannes oder sonstigen Kuratoriumsmitgliedes erstreckt sich nur bis zur nächste ordentlichen Ratsversammlung mit turnusmäßig anstehender Wahlen der Organe. Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.

 

 

 

§ 12 Ordentliche Ratsversammlung

 

 

 

  1. Die Ratsversammlung dient, neben den sonst in dieser Satzung festgelegten Zuständigkeiten und den ihr im Einzelfalle vom Lehnsherren oder Kuratorium wegen besonderer Wichtigkeit und Tragweite zur Entscheidung zugewiesenen Vereinsangelegenheiten, vor allem der Entgegennahme des Jahresberichtes des Lehnsherren und seiner Hauptleute, des Kassenberichtes und des Kassenabschlusses des Vogtes sowie des Prüfungsberichtes der Kassenprüfer, der Entlastung des Lehnsherren und seiner Hauptleute und ins Besondere des Vogtes, der Wahl und Abberufung des Lehnsherren und seiner Hauptleute, die Genehmigung des vom Lehnsherren und seinen Hauptleuten aufgestellten Haushaltsplanes für das nächste Geschäftsjahr und schließlich die Ernennung von Ehrenmitgliedern nach §5 (4).

 

 

 

  1. Die ordentliche Ratsversammlung findet jährlich, möglichst im vierten Quartal, statt.

 

 

 

  1. Die ordentliche Ratsversammlung wird vom Lehnsherren einberufen. Die Einberufung erfolgt durch schriftliche Einladung an die zuletzt bekannte Anschrift des jeweiligen Mitgliedes oder per E-Mail unter Einhaltung einer Frist von vier Wochen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Die vom Vorstand festgesetzte Tagesordnung ist mitzuteilen. Soll die Satzung geändert werden, so hat die Tagesordnung die stichwortartige Angabe des wesentlichen Inhaltes der Änderung zu enthalten.

 

 

 

  1. Der Antrag auf Ergänzung der Tagesordnung eines Mitgliedes, dass bestimmte, näher bezeichnete Angelegenheiten in der Ratsversammlung besprochen werden sollen, muss dem Lehnsherren spätestens zwei Wochen vor der Ratsversammlung zugegangen sein. Der Sprecher der Ratsversammlung hat die Tagesordnung zu Beginn der Ratsversammlung entsprechend zu ergänzen. Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung zur Änderung dieser Satzung oder Eil- und Dringlichkeitsanträge sind nicht zulässig.

 

 

 

  1. Die Ratsversammlung wird vom Sprecher der selbigen geleitet. Ist er verhindert, so wählt die Ratsversammlung ein fähiges und erwachsenes Mitglied als Ersatz. Das Weitere regelt § 10a (4).

 

 

 

  1. Die Ratsversammlung ist nicht öffentlich. Der Lehnsherr und der Sprecher der Ratsversammlung können Gäste zulassen.

 

 

 

  1. Die Ratsversammlung ist ohne Rücksicht auf die erschienen Mitglieder beschlussfähig. Die Art und Weise der Durchführung der Wahlen regelt § 8 (1). Demnach erfolgt die Beschlussfassung grundsätzlich per Handzeichen und mit der relativen Mehrheit der Stimmen. Für Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereines ist eine Mehrheit von drei Vierteln der Stimmen erforderlich.

 

 

 

  1. Stimmberechtigt sind nur Mitglieder, welche das 14. Lebensjahr vollendet haben. Wählbar sind nur die erwachsenen Mitglieder.

 

 

 

  1. Über die Sitzung der Ratsversammlung ist unter Beachtung des § 10a (4) S. 2 und (5) ein Protokoll zu fertigen; es ist vom Lehnsherren, dem Sprecher der Ratsversammlung sowie dem Schreiber zu Unterzeichnen. Das Protokoll hat folgende Feststellungen zu enthalten: Ort und Zeit der Ratsversammlung, Person des Versammlungsleiters und des Protokollführers, Zahl der erschienenen Mitglieder und als Anlage eine Anwesenheitsliste, die Tagesordnung, die Abstimmungsergebnisse, bei Satzungsänderungen der genaue Wortlaut der selbigen, bei der Wahl des Lehnsherren und seiner Hauptleute die Annahme der Wahl.

 

 

 

§13 Außerordentliche Ratsversammlung

 

 

 

  1. Der Lehnsherr kann jederzeit eine außerordentliche Ratsversammlung einberufen, wenn er dies für erforderlich hält.

 

 

 

  1. Der Lehnsherr muss eine außerordentliche Ratsversammlung einberufen wenn die Mehrheit seiner Hauptleute dies beschließt oder mindestens ein Viertel der stimmberechtigten Mitglieder dies schriftlich unter Angabe von Gründen vom Lehnsherren verlangt. Kommt der Lehnsherr dem Beschlusse seiner Hauptleute oder dem Verlangen der Mitglieder nicht nach, so sind die betreffenden Hauptleute zur Einberufung der außerordentlichen Ratsversammlung berechtigt.

 

 

 

  1. Für die außerordentliche Ratsversammlung gilt § 12 entsprechend.

 

 

 

§ 14 Kassenprüfer

 

 

 

  1. Zur Überwachung der Kassengeschäfte werden von der Ratsversammlung zwei Mitglieder, welche nicht Mitglied des Kuratoriums sein dürfen, gewählt (relative Mehrheit). Jeweils ein Mitglied des wehrhaften und eines des gemeinen Volkes sollen Kassenprüfer sein. Im Übrigen gelten die Bestimmungen des § 11 entsprechend.

 

 

 

  1. Die Kassenprüfer haben gemeinsam oder einzeln die Kasse und das Finanzwesen des Vereins wenigstens einmal im Geschäftsjahr zu prüfen, in jedem Falle aber den alljährlichen Kassenabschluss des Vogtes. Über ihr Ergebnis haben sie unverzüglich dem Lehnsherren und dem Kuratorium sowie der nächsten Ratsversammlung zu berichten.

 

 

 

§ 15 Auflösung des Vereins

 

 

 

  1. Die Auflösung des Vereins kann nur von einer Ratsversammlung beschlossen werden, bei deren Einberufung dieser Tagesordnungspunkt bekanntgegeben worden war und bei der dies mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln der Stimmen beschlossen wurde.

 

 

 

  1. Sofern die Ratsversammlung nichts anderes bestimmt, sind der Lehnsherr und sein 1. Hauptmann je einzelvertretungsberechtigte Liquidatoren.

 

 

 

  1. Bei Auflösung des Vereins oder Wegfall der steuerbegünstigenden Zwecke ist das Vereinsvermögen für eben solche steuerbegünstigenden Zwecke nach § 2 (2) zu verwenden. Dies bedeutet im Einzelnen, dass nach Beendigung der Liquidation das Vereinsvermögen einem Verein, der den Voraussetzungen des § 2 (1) und (2) entspricht, zufällt. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vereinsvermögens dürfen erst nach Konsultation des zuständigen Finanzamtes ausgeführt werden.

 

 

 

 

 

 

 

Die vorliegende Satzung wurde im Jahre 2004 von Sven Ewerling verfasst und in der Gründungsversammlung vom 11.12.2005 von den Gründungsmitgliedern errichtet.

 

 

 

Die Satzung wurde im Jahre 2006 von Andreas Bay, Dirk Drescher und Sven Ewerling überarbeitet; Änderungen wurden von der ordentlichen Ratsversammlung vom 02.12.2006 satzungsgemäß vorgenommen.